Ausstellung INVISIBLE WALLS

Anlässlich des 27. Jahrestags des Berliner Mauerfalls erinnert die multimediale Ausstellung “Invisible Walls” an die Wiedervereinigung Deutschlands und regt den Besucher dazu an, sich mit den damit einhergegangenen gesellschaftspolitischen Veränderungen auseinanderzusetzen. Wegen der Trennung zwischen Ost und West galt
die Berliner Mauer als das stärkste visuelle Symbol des Kalten Krieges. Während sich die älteren Generationen noch lebhaft an den Mauerfall erinnern können, ist dieser für heutige Jugendliche nur Geschichte. Vermeintlich. Der “Eiserne Vorhang” trennte die Menschen und führte zu zwei auseinanderwachsenden Gesellschaften. Obwohl die Mauer, welche vor 50 Jahren gebaut wurde, schon vor 27 Jahren gefallen ist, finden sich in unserer heutigen Gesellschaft nach wie vor “Mauern”. Was genau sind diese “Mauern” und welche davon sollten wir abreißen?
Die Ausstellung lässt ehemalige DDR- und BRD-Bürger, zugezogene Deutsche und Einwanderer unterschiedlichen Alters in Dialogen zu Wort kommen. Dabei werden die “unsichtbaren Mauern” (“Invisible Walls”) thematisiert und mit den Erinnerungen von Zeitzeugen verknüpft. Die verschiedenen Ansätze sollen den Besucher für die Problematik sensibilisieren und das Verständnis für die Ursachen der aktuellen Herausforderungen unserer Gesellschaft verfeinern. Besondere
Aufmerksamkeit kommt dabei den Themen Rassismus, Individualismus, die Macht der Medien sowie soziale und kollektive Identität zu.
Die für die Ausstellung gewonnenen Stimmen, Erfahrungen und Ansichten wurden zusammen- und gegenübergestellt und dienen damit dem Besucher als Grundlage zur Reflektion und Identifikation der “unsichtbaren Mauern” – welche nicht sichtbar aber zu fühlen sind. Die ausgestellten Objekte sind das Ergebnis eines Kommunikationsdesign-Prozesses welcher das Design-Denken und bestimmte Werkzeuge zur Kommunikation mit der Öffentlichkeit kombiniert. Das Ergebnis ist eine Mixed-Media Ausstellung die neben Texten, Bildern, unterschiedlichster Installationen auch mit Video-Projektionen und
Soundeffekten arbeitet. Ein Raum zum Reflektieren, ausgestaltet mit visuellen Metaphern, regt den Besucher zum Nachdenken an und lässt ihn erkennen, was die Mauern um uns herum sind.

Kuration: Lucie Polácková & João Miranda

Die Veranstaltung findet im Rahmen des europäischen Projekts Remembering the Past – Building the Future statt, welches die Wichtigkeit des Gedenkens thematisiert und zeigen möchte, wie etwas so Fragiles, wie die Erinnerungen bewahrt werden können und dennoch in ihnen die Hoffnung auf eine bessere Zukunft entsteht.

Das Projekt wird gefördert durch das europäische Programm Europe for Citizens.