N o H a t e – R e c l a i m . E m p o w e r . C e l e b r a t e.
NoHate – Reclaim. Empower. Celebrate: Zwei Tage Dialog, Kreativität und Reflexion in Dresden
Am 26. und 27. Februar 2026 wurde Dresden zum Ort der Reflexion, des Austauschs und der Kreativität, als die Abschlussveranstaltung des Projekts „UDEW – Urban Decolonisation Walks in the EU“ mit dem Titel „NoHate – Reclaim. Empower. Celebrate. From Colonial Past to Inclusive Future” stattfand.
Zwei Tage lang kamen Teilnehmende aus ganz Europa mit lokalen Organisationen, Initiativen und der Dresdner Community zusammen, um zu erkunden, wie koloniale Geschichten unsere Städte weiterhin prägen und was es bedeutet, heute darüber zu reflektieren.
Durch Stadtrundgänge, Diskussionen, Kunst, Workshops und Filme schuf die Veranstaltung einen Raum, in dem Geschichte, Kreativität und Dialog aufeinandertreffen konnten.
Mit neuen Fragen durch die Stadt gehen
Das Programm begann mit einem „Urban Decolonisation Walk“ durch Dresden, bei dem die Teilnehmenden eingeladen waren, die Stadt aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Denkmäler, öffentliche Räume und Straßennamen wurden zu Ausgangspunkten für Gespräche über koloniale Geschichte und deren Präsenz in der heutigen Stadtlandschaft.
Während die Gruppe durch die Stadt lief, entfalteten sich Diskussionen über Fragen, die im Alltag selten zur Sprache kommen:
An wen wird in öffentlichen Räumen erinnert? Wer musste dafür kämpfen, in Erinnerung zu bleiben? Wie hängt Kolonialismus mit strukturellem Rassismus zusammen? Inwiefern stehen scheinbar elegante Stadtlandschaften mit kolonialer Ausbeutung in Verbindung? Und wie haben sich kulturelle Institutionen historisch mit kolonialen Strukturen überschneidet?
Der Spaziergang verwandelte vertraute Straßen in Orte der Reflexion und des Dialogs und regte die Teilnehmenden dazu an, darüber nachzudenken, wie Städte ihre Vergangenheit erinnern und manchmal auch vergessen.
Austausch, Kunst und Begegnungen in der Blauen Fabrik
Am Nachmittag wurde das Programm in der Blauen Fabrik fortgesetzt, wo die Länderecken einen offenen und interaktiven Raum für den Austausch zwischen Projektpartner*innen aus Italien, Belgien und Spanien sowie lokalen Organisationen aus Dresden schufen.
In Präsentationen, Quizzen und Gesprächen tauschten die Partner*innen Erkenntnisse aus ihren eigenen Urban Decolonisation Walks aus und reflektierten darüber, wie koloniale Hinterlassenschaften in verschiedenen europäischen Kontexten zum Ausdruck kommen. Die Diskussionen brachten sowohl gemeinsame Herausforderungen als auch inspirierende lokale Initiativen zum Vorschein.
Ein besonders ermutigender Moment kam von der Jugendgruppe aus Sevilla, die mitteilte, dass sie nun auf der Grundlage der im Projekt gewonnenen Erkenntnisse eigene Urban Decolonisation Walks in ihrer Stadt organisieren werde.
Der Abend wurde mit einer Podiumsdiskussion fortgesetzt, bei der verschiedene Stimmen zusammenkamen, um über Erinnerung, Repräsentation und die Rolle der Städte bei der Aufarbeitung ihrer kolonialen Vergangenheit zu reflektieren.
Auch Kunst wurde Teil des Programms. Eine beeindruckende Poetry Slam-Performance von dem in Brüssel lebenden Spoken-Word-Künstler Nadjad beleuchtete Fragen der Identität, Zugehörigkeit und Kultur durch Rhythmus und Sprache.
Der Tag endete mit einem Live-Konzert der Banda Comunale, deren Musik den Raum mit Energie, Bewegung und Solidarität erfüllte und daran erinnerte, welche wichtige Rolle Kunst im sozialen Dialog spielen kann.
Kreativität, Zines und Film am zweiten Tag
Am zweiten Tag lag der Schwerpunkt auf kreativem Ausdruck und gemeinsamer Reflexion.
Im Zine-Workshop „Rewriting Urban Narratives” gestalteten die Teilnehmenden ihre eigenen Zines mit Collagen, Zeichnungen und Texten. Die Seiten füllten sich schnell mit Ideen, Fragen und visuellen Reflexionen darüber, wie Städte Geschichten erzählen, wessen Stimmen darin sichtbar werden und wo unsere Verantwortung als Bürger*innen liegt.
Am Abend endete die Veranstaltung mit einer Filmvorführung und einer Diskussion, die sich mit kolonialer Erinnerung, Repräsentation und strukturellem Rassismus befasste. Die Filme eröffneten Raum für nachdenkliche Gespräche über die Rolle von Kunst, Geschichtenerzählen und Bildung bei der Auseinandersetzung mit schwierigen historischen Themen.
Fortsetzung des Dialogs
Im Laufe der beiden Tage brachte die Veranstaltung Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund, aus verschiedenen Organisationen und Ländern zusammen. Die Gespräche wurden auch nach Ende der Sitzungen fortgesetzt, neue Kontakte geknüpft und Ideen für zukünftige Kooperationen entwickelt.
Das UDEW-Projekt geht nun zu Ende, aber der dadurch angeregte Dialog wird fortgesetzt. Das Treffen in Dresden hat gezeigt, wie wichtig es ist, Räume zu schaffen, in denen Gemeinschaften, Organisationen und Einzelpersonen zusammenkommen können, um Fragen zu stellen, zu reflektieren und sich eine inklusivere städtische Zukunft vorzustellen.
Ein herzliches Dankeschön geht an alle Partner*innen, Referent*innen, Künstler*innen, Organisationen und Teilnehmer*innen, die diese zwei Tage des Dialogs, der Kreativität und des Austauschs ermöglicht haben.
Wir laden alle ein, in Verbindung zu bleiben und unsere kommenden Veranstaltungen, Workshops und Initiativen im Auge zu behalten, während wir weiterhin Themen erforschen, die für unsere Gemeinschaften von Bedeutung sind.
Fotos Tag 2
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