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Das war das NEXT.GEN.FORUM – Für Jugend, Bildung, Politik

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Zwei Tage voller Austausch, Ideen und echter Beteiligung

 

Am 20. und 21. März 2026 wurde das Stadtforum Dresden zum Treffpunkt für junge Menschen, Initiativen, zivilgesellschaftliche Akteur*innen sowie politische Entscheidungsträger*innen aus Dresden und Europa. Im Rahmen des Projekts Youth4Change stand eines im Mittelpunkt: Wie kann Jugendbeteiligung heute wirklich wirksam gestaltet werden?

 

Das Forum bot dafür ein vielfältiges Programm aus interaktiven Formaten, Diskussionen, kreativen Workshops und Begegnungsräumen – mit dem Ziel, Perspektiven zusammenzubringen und gemeinsam an Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen zu arbeiten.

 

Freitag, 20. März 2026 – Dialog, Perspektiven & kreative Methoden

 

Der erste Veranstaltungstag begann mit einer offenen Welcome Lounge, die Raum für Ankommen, Kennenlernen und erste Gespräche bot. Nach der offiziellen Eröffnung des NEXT.GEN.FORUM und der Vorstellung des europäischen Projekts Youth4Change durch Myrto-Helena Pertsinidi und Doreen Siegmund vom Jugend- & Kulturprojekt e.V. startete das Programm mit einem interaktiven Eisbrecher, der die Teilnehmende dazu einlud, unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen und ins Gespräch zu kommen.

 

Ein besonderes Highlight war das World Café „Jugend im Dialog”, in dem in kleinen, rotierenden Tischgesprächen zentrale Themen diskutiert wurden – darunter Jugendbeteiligung, Medienkompetenz, digitale Räume, Diversität, Zugehörigkeit und die Zukunft Europas. Die offene Gesprächsform ermöglichte es, unterschiedliche Erfahrungen und Ideen direkt miteinander zu verbinden und gemeinsam aktuelle Herausforderungen, Bedarfe und mögliche Lösungsansätze zu erarbeiten.

 

Im Anschluss vertieften die Teilnehmenden in verschiedenen Workshops zentrale Themen unserer Zeit: von Argumentation und Fake News über digitale Teilhabe und Aktivismus bis hin zu Fragen von Demokratie, Vielfalt und kreativer Selbstexpression. Durch praktische Übungen, kreative Methoden und gemeinsame Diskussionen konnten Perspektiven geteilt, neue Erkenntnisse gewonnen und das Verständnis für aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen vertieft werden.

 

Am Nachmittag folgte die jugendzentrierte Podiumsdiskussion „Let’s Talk About Change”, in der junge Menschen gemeinsam mit Vertreter*innen aus Politik, Organisationen und Zivilgesellschaft diskutierten, wie echte Beteiligung aussehen kann und welche Strukturen dafür notwendig sind. Mit dabei waren Myrto-Helena Pertsinidi (JKPeV), Elodie Bohling (OBESSU), Nuša Stamejčič (IDEA), Elli Martius (SPD-Fraktion Stadtrat), Steve Hanschur (Stadtschülerrat Dresden), Sascha Möckel (Stadtbezirksbeirat Neustadt/Pieschen), Marcus Weber (Politischer Jugendring Dresden e.V.) sowie Fabian Gabsch (SchülerUnion Sachsen). Die unterschiedlichen Perspektiven und Ideen gaben wertvolle Impulse für die Diskussion und machten deutlich, wie vielfältig Vorstellungen von gelingender Jugendbeteiligung sind. Gleichzeitig wurde sichtbar, wo es noch strukturelle Herausforderungen gibt und wie wichtig es ist, Jugend und Politik stärker in Dialog zu bringen, um Beteiligung nicht nur zu ermöglichen, sondern auch wirksam zu gestalten. Auch Fragen aus dem Publikum wurden aufgenommen und in die Diskussion einbezogen, wodurch ein besonders offener und interaktiver Austausch entstand.

 

Den Abschluss des Tages bildete ein Konzert in der KulturCentrale. In entspannter und energiegeladener Atmosphäre sorgten die spanische Band La Chismosería und die Dresdner Band Canelazo mit ihrem vielseitigen Mix aus eigenen Songs und unterschiedlichen musikalischen Einflüssen für einen besonderen Abschluss des Tages. Die Musik brachte die Teilnehmenden zusammen, lud zum Tanzen ein und schuf einen lebendigen Raum für Begegnung, Austausch und gemeinsame Momente.

 

Samstag, 21. März 2026 – Zusammenarbeit, Vertiefung & Vernetzung 

 

Der zweite Tag begann mit einer Keynote von Eva Jähnigen, Zweite Bürgermeisterin der Landeshauptstadt Dresden, die eindrücklich betonte, wie wichtig es ist, junge Menschen aktiv in demokratische Prozesse einzubinden und ihnen echte Mitgestaltung zu ermöglichen. Besonders gefreut haben wir uns außerdem über den Besuch von Oberbürgermeister Dirk Hilbert.

 

Im Anschluss bot die Pitch-Runde verschiedenen Organisationen die Möglichkeit, ihre Arbeit und Ideen in kurzen Präsentationen vorzustellen und wichtige Impulse für Austausch und Zusammenarbeit zu setzen. Mit dabei waren der Stadtschülerrat Dresden, der MedienDemokratieHub, farbwerk e.V. sowie Cambio e.V. Die Beiträge gaben einen kompakten Einblick in unterschiedliche Projekte und Perspektiven und regten zahlreiche Gespräche im Anschluss an.

 

Anschließend boten die Round Tables Raum für vertiefte Diskussionen zu zentralen Themen wie Jugendbeteiligung, Demokratie und gesellschaftlichen Wandel. In mehreren parallel stattfindenden Gesprächsrunden tauschten sich die Teilnehmenden intensiv über unterschiedliche Perspektiven, Erfahrungen und Herausforderungen aus und entwickelten gemeinsam erste Lösungsansätze. Im Fokus standen dabei Themen wie der strukturierte Dialog zwischen Jugend und Politik, die Frage nach wirksamer Medienkompetenz sowie Ansätze zur Stärkung von Vielfalt, Inklusion und barrierearmen Beteiligungsräumen. Ein weiterer Round Table beschäftigte sich mit der „Ladder of Participation“ nach Roger Hart und reflektierte verschiedene Stufen und Formen von Beteiligung in Schule, Gesellschaft und Politik. Die Round Tables ermöglichten einen offenen, diskussionsorientierten Austausch auf Augenhöhe und machten deutlich, wie wichtig es ist, junge Perspektiven ernst zu nehmen und in politische und gesellschaftliche Prozesse einzubeziehen.

 

Beim anschließenden Networking-Forum „Let’s Share One Umbrella“ kamen junge Menschen, lokale Organisationen und europäische Partner in einem offenen Format zusammen, um Kontakte zu knüpfen, Ideen auszutauschen und mögliche Kooperationen zu entwickeln. Mit dabei waren unsere europäischen Partnerorganisationen OBESSU (Belgien), MANO Europa (Litauen), IDEA (Niederlande), La Guajira und die Universität Almería (Spanien) sowie InCo Molfetta (Italien). Ergänzt wurde der Austausch durch lokale Initiativen aus Dresden: AG Kurzfilm – Bundesverband Deutscher Kurzfilm, farbwerk e.V., coloRadio Dresden, cambio e.V., Aktion Zivilcourage / Partnerschaft für Demokratie, Zeugen der Flucht Dresden e.V., der Stadtschülerrat Dresden sowie der MedienDemokratieHub. Gemeinsam entstand so ein vielfältiger Raum für Begegnung, Vernetzung und Ideen für zukünftige Zusammenarbeit.

 

Was bleibt vom NEXT.GEN.FORUM

 

Zwei Tage voller Austausch, Diskussion, Kreativität und Begegnung haben gezeigt: Jugendbeteiligung lebt vom Dialog und vom gemeinsamen Gestalten. Das NEXT.GEN.FORUM hat dafür einen Raum geöffnet, in dem Ideen wachsen, Perspektiven sichtbar werden und eine echte Verbindung entstehen kann.

 

Youth4Change – My City. My Country. My Europe. 

 

Das NEXT.GEN.FORUM ist Teil des europäischen Projekts Youth4Change – My City. My Country. My Europe. (2026–2027), das junge Menschen in den Mittelpunkt der Gestaltung ihrer Gemeinden, ihrer Länder und Europas stellt. Das Projekt schafft Räume, in denen die Perspektiven junger Menschen ernst genommen und in sinnvolle Beteiligung umgesetzt werden.

Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Dresden und einem Konsortium erfahrener Organisationen aus ganz Europa umgesetzt: Jugend- & Kulturprojekt e.V. (Deutschland, Koordinator), OBESSU (Belgien), MANO Europa (Litauen), IDEA (Niederlande), La Guajira und die Universität Almería (Spanien) sowie InCo Molfetta (Italien). Gemeinsam bringen sie langjährige Erfahrung in den Bereichen Jugendarbeit, politische Bildung, Medienkompetenz und demokratische Beteiligung ein.