ArtMem [2026 – 2027]

About This Project

ArtMem

Art and Holocaust Memory

 

Projektdauer: 06.2026 – 11.2027

 

ArtMem – Art and Holocaust Memory ist ein europäisches Kooperationsprojekt. Im Mittelpunkt stehen Werke der bildenden Kunst, die während des Holocaust in Ghettos, Lagern oder unter Verfolgung entstanden sind. Das Projekt betrachtet diese Werke nicht nur als Illustrationen, sondern als Zeugnisse. Zeichnungen, Gemälde und andere visuelle Werke vermitteln persönliche Erfahrungen und menschliche Geschichten von Verlust, Widerstand, Hoffnung und Überleben.

 

Ziel von ArtMem ist es, neue Methoden zu entwickeln, um die Erinnerung an den Holocaust auf eine Weise weiterzugeben, die auch junge Menschen anspricht. Im Rahmen des Programms recherchieren und interpretieren Schüler*innen weiterführender Schulen mit Unterstützung professioneller Mentor*innen Kunstwerke, die während des Holocaust entstanden sind. Auf dieser Grundlage entwickeln sie eigene Ausstellungsmaterialien, in denen sie die Bedeutung dieser Werke für sich darstellen. Besondere Aufmerksamkeit widmet das Projekt weiblichen Künstlerinnen sowie weniger bekannten künstlerischen Zeugnissen. Ein weiteres wichtiges Ziel besteht darin, Erfahrungen aus der Vergangenheit mit aktuellen Fragen, wie beispielsweise Vorurteilen, Ausgrenzung, Menschenwürde und demokratischen Werten, zu verbinden.

 

In der ersten Phase des Projekts findet eine internationale Konferenz statt. Sie bringt Forschende, Historiker*innen, Kunsthistoriker*innen, pädagogische Fachkräfte, Museumsfachleute und Vertreter*innen von Gedenkstätten zusammen. Gemeinsam setzen sie sich mit der Frage auseinander, wie visuelle Werke, die während des Holocaust entstanden sind, eine stärkere Rolle in Bildungs- und Erinnerungsprogrammen spielen können.

 

Ein wichtiger Bestandteil von ArtMem ist auch die Fortbildung von pädagogischen Fachkräften. Im Rahmen der Fortbildung arbeiten Geschichtslehrer*innen, pädagogische Fachkräfte aus den Bereichen Kunst und Museum sowie weitere Fachkräfte zusammen. Gemeinsam entwickeln sie Methoden und Bildungsmaterialien, die eine sensible und altersgerechte Auseinandersetzung mit Kunstwerken aus der Zeit des Holocaust unterstützen. Auf dieser Methodik bauen die späteren museums- und kunstpädagogischen Aktivitäten auf, die mit den von den Schüler*innen entwickelten Ausstellungen verbunden sind. Während dieser Aktivitäten betrachten die Teilnehmenden die Kunstwerke nicht nur, sondern diskutieren sie, stellen Fragen und interpretieren sie gemeinsam. Auf diese Weise begegnen junge Menschen dem künstlerischen Erbe des Holocaust nicht nur als passive Betrachter*innen, sondern als aktiv Mitdenkende.

 

Zu den öffentlichen Veranstaltungen des Projekts gehören außerdem Performances. Dabei setzen sich zeitgenössische Künstler*innen und junge Kreative mit Werken auseinander, die während des Holocaust entstanden sind. Durch Musik, Text, Bewegung, Improvisation und andere künstlerische Ausdrucksformen entsteht ein neuer Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

 

Zum Abschluss des Projekts findet ein internationales Fachforum statt, bei dem Expert*innen aus den Bereichen Kultur, Bildung und Erinnerung zusammenkommen. Dort werden die im Laufe des Projekts gewonnenen Erfahrungen und entwickelten Methoden präsentiert und Möglichkeiten erörtert, wie diese in anderen Ländern, Schulen, Museen und Kultureinrichtungen umgesetzt werden können.

 

Auf diese Weise eröffnet ArtMem durch Kunst, Bildung, Erinnerung und die aktive Beteiligung junger Menschen einen neuen Dialog über den Holocaust, die Menschenwürde, Vorurteile und demokratische Werte.

 

 

PARTNER

Pro Progressione (Ungarn)
Jugend- & Kulturprojekt e.V. (Deutschland)
LRE Foundation (Belgien)
Lidice Memorial (Tschechische Republik)
Žanis Lipke Memorial (Lettland)
Székelyföldi Stúdió Egyesület / Asociația Székelyföldi Stúdió (Rumänien)

 

 

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Von der Europäischen Union kofinanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des Autors bzw. der Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der Europäischen Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) wider. Weder die Europäische Union noch die EACEA können dafür verantwortlich gemacht werden.

 

 

 

 

Category

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