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Jüdisches Leben sichtbar machen – Erfahrungen, Erkenntnisse und Empfehlungen aus Sachsen

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Nach zweieinhalb Jahren Projektarbeit veröffentlicht der Jugend- & Kulturprojekt e.V. die Handreichung „Erkenntnisse, Erfahrungen und Perspektiven“. Die Publikation fasst die wichtigsten Ergebnisse des Projekts „Jüdisches Leben in Sachsen sichtbar machen“ zusammen und bietet Anregungen für Bildungsarbeit, Kulturarbeit, Zivilgesellschaft und Politik.

Von Januar 2024 bis Juni 2026 verfolgte das Projekt das Ziel, jüdische Geschichte, Gegenwart und kulturelle Vielfalt in Sachsen sichtbarer zu machen. Gleichzeitig sollten Wissen über Antisemitismus vertieft, Diskriminierungsdynamiken reflektiert und Handlungsmöglichkeiten für eine demokratische und vielfältige Gesellschaft gestärkt werden.

Im Rahmen des Projekts wurden insgesamt 84 Workshops an Schulen, Jugendzentren und weiteren Bildungseinrichtungen durchgeführt. Ergänzt wurden diese durch Filmscreenings, Konferenzen, kulturelle Veranstaltungen, Netzwerkformate und Begegnungsangebote. Dabei konnten Schüler*innen, junge Erwachsene, Fachkräfte der Bildungsarbeit sowie eine breite Öffentlichkeit erreicht werden.

 

Was die Handreichung beinhaltet

Die Veröffentlichung dokumentiert zentrale Erfahrungen aus der Projektpraxis und stellt die entwickelten Bildungsansätze vor. Neben Hintergrundinformationen zu jüdischem Leben in Sachsen und aktuellen Herausforderungen der Antisemitismusprävention enthält die Handreichung:

 

  • Ergebnisse aus Workshop-Evaluationen,
  • Erkenntnisse aus Befragungen von Fachkräften und weiteren Akteur*innen,
  • Reflexionen zu Herausforderungen und Gelingensbedingungen,
  • Empfehlungen für Bildungseinrichtungen und Multiplikator*innen,
  • Impulse für die Zusammenarbeit mit jüdischen Gemeinden und Kulturinitiativen,
  • politische Handlungsempfehlungen für eine nachhaltige Verankerung entsprechender Bildungsangebote.

 

Ein besonderer Fokus liegt auf der Frage, wie jüdisches Leben über historische Perspektiven hinaus als lebendiger Teil der Gegenwart sichtbar gemacht werden kann und welche Rolle Bildungsarbeit dabei spielt.

 

Zentrale Erkenntnisse

Die Projekterfahrungen zeigen, dass das Interesse an jüdischer Geschichte und Gegenwart groß ist. Gleichzeitig bestehen vielerorts Wissenslücken und Unsicherheiten im Umgang mit antisemitischen Vorfällen. Besonders wirksam erwiesen sich dialogorientierte Formate, regionale Bezüge sowie kreative und lebensweltnahe Methoden.

Deutlich wurde zudem, dass nachhaltige Bildungsarbeit langfristige Strukturen, ausreichende Ressourcen und starke Kooperationen zwischen Schulen, Kulturakteur*innen, Zivilgesellschaft und jüdischen Gemeinden benötigt.

 

Handreichung jetzt herunterladen

Die Handreichung richtet sich an Pädagog*innen, Multiplikator*innen, Kulturakteur*innen, Vereine, Initiativen, politische Entscheidungsträger*innen sowie alle Interessierten.

 

Die vollständige Handreichung steht ab sofort zum Download bereit:

Download

 

 

Wir freuen uns, wenn die Publikation weiterverbreitet, in der Bildungsarbeit genutzt und als Impuls für neue Projekte, Kooperationen und Diskussionen aufgegriffen wird.

Die Sichtbarkeit jüdischen Lebens zu stärken und Antisemitismus entgegenzutreten bleibt eine gemeinsame Aufgabe – in Bildung, Kultur, Politik und Gesellschaft.