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Jüdisches Leben in Sachsen sichtbar machen – Rück- und Ausblick bei Online-Fachveranstaltung

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Welche Ansätze braucht zeitgemäße Bildungsarbeit gegen Antisemitismus?

 

Diese Frage stellten wir uns gemeinsam mit Fachkräften aus Schule, Jugendarbeit und politischer Bildung letzten Donnerstag, 18 Juni. In unserer Online-Fachveranstaltung „Jüdisches Leben in Sachsen sichtbar machen“ stellten wir nicht nur Ergebnisse aus 30 Monaten Projektarbeit vor sondern kamen mit den Teilnehmenden auch darüber ins Gespräch, mit welchen Herausforderungen Bildungsakteure beim Thema Antisemitismus-Bekämpfung und Prävention heute konfrontiert sind.

 

Austausch und Reflexion

 

In drei Break-Out-Sessions kam es zu einem regen Austausch über regionale Unterschiede bei der Arbeit an Schulen, Methoden und Ansätzen der außerschulischen Bildungsarbeit sowie Finanzierung von Projekten.

 

Die verschiedenen Akteur*innen aus Schule und Zivilgesellschaft waren sich einig: Es braucht Angebote, die jüdische Kultur und Geschichte im alltäglichen Leben hervorheben und erzählen, persönliche Bezüge herstellen und interaktiv über Antisemitismus aufklären – und sie müssen sichtbar, gut vernetzt und nachhaltig finanziert sein.

 

Rückblick auf 30 Monate Projektarbeit

 

Diese Ziele verfolgte auch unser Projekt „Jüdisches Leben in Sachsen sichtbar machen”. Die in diesem Rahmen durchgeführten 84 Workshops, Filmscreenings, Konferenzen, Stadtrundgängen, Konzerte und Ausstellungen zeigten, dass das Interesse an jüdischer Geschichte und Gegenwart groß ist.  Durch die interaktive und kreative Auseinandersetzung mit jüdischer Kultur und regionalen Bezügen sowie dem Hinterfragen von Stereotypen hatten Schüler*innen, Fachkräfte der Jugendarbeit und die breite Öffentlichkeit Gelegenheit, ihr Wissen und Verständnis zu vertiefen.

Erkenntnisse und Ergebnisse als praktische Handreichung

 

Die Fachveranstaltung markierte zwar das Ende des Projektes, die „Erkenntnisse, Erfahrungen und Perspektiven“ aus zweieinhalb Jahren Projektarbeit stehen den Teilnehmenden und allen, die nicht dabei sein konnten, aber noch weit darüber hinaus in Form der gleichnamigen Handreichung zur Verfügung. Die Publikation fasst die wichtigsten Ergebnisse des Projekts „Jüdisches Leben in Sachsen sichtbar machen“ zusammen und bietet Anregungen für Bildungsarbeit, Kulturarbeit, Zivilgesellschaft und Politik.

 

Die vollständige Handreichung steht ab sofort zum kostenfreien Download bereit:

download

Ausblick: Nachhaltigkeit der entwickelten Ansätze

 

Auch nach Projektende bleibt deutlich, dass der Bedarf an differenzierten und zeitgemäßen Bildungsangeboten zu jüdischem Leben weiterhin hoch ist. Die im Projekt entwickelten Materialien, Methoden und Empfehlungen sollen daher langfristig zugänglich gemacht und in neue Kontexte übertragen werden.

Ziel bleibt es, nachhaltige Bildungsstrukturen zu stärken, die die Vielfalt jüdischen Lebens sichtbar machen und einen Beitrag zu einer reflektierten und demokratischen Gesellschaft leisten.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Teilnehmenden der Fachveranstaltung für den wertvollen Austausch und die gemeinsame Reflexion.